Knorpelschutztherapie bei Gelenkverschleiß

Was geschieht bei Gelenkverschleiß?

In einem gesunden Gelenk sorgen eine glatte Knorpelschicht und eine visköse (zähflüssige), elastisch puffernde Gelenkflüssigkeit für die Stoßdämpfung und für einen reibungslosen Bewegungsablauf.

 

Bei Gelenkverschleiß (Arthrose) ist die Knorpeloberfläche aufgeraut oder uneben und die Gelenkflüssigkeit ist so dünnflüssig, dass der Gelenkschutz nicht mehr gewährleistet ist. Bereits normale Alltagsbelastungen können Schmerzen auslösen, die zu Bewegungseinschränkungen führen. Dies setzt einen Teufelskreis in Gang: weil das Gelenk zu wenig bewegt wird, verliert die Gelenkflüssigkeit weiter an Konsistenz und schützt den Knorpel deshalb immer weniger vor weiterer Abnutzung.

 

Wie werden Knorpelschutzpräparate eingesetzt?

Die Erkrankung ist bis heute nicht heilbar. Mit Knorpelschutzpräparaten man kann aber einem weiteren Knorpelabrieb vorbeugen.

 

Es stehen umfangreich getestete Präparate zur Verfügung, die wesentliche Bestandteile von bindegewebsartigen Strukturen enthalten. Sie verbessern die Konsistenz der Gelenkflüssigkeit, schützen die Oberfläche des Knorpels und erhöhen seine Elastizität. Die Schmerzen und die Bewegungseinschränkungen werden gelindert und das Gelenk kann sich für lange Zeit normal bewegen. Hierdurch wird die Bildung und Verteilung der normalen körpereigenen Gelenkflüssigkeit wieder angeregt. Zudem bewirken Substanzen wie Hyaloronsäure ein Aufquellen der vorhandenen Knorpelzellen und verbessern damit die Funktion des Knorpels.

 

Ein Therapiezyklus besteht aus einer Serie von 3 - 5 Injektionen im Abstand von 1 - 4 Wochen. Die Behandlung kann zu einer Beschwerdelinderung führen, die bis 12 Monate und länger andauert. Das Nebenwirkungsrisiko ist gering, da die chemische Struktur dieser Präparate identisch mit entsprechenden Eiweißen im menschlichen Gelenk ist.

 

Welche Wirkung kann die Knorpelschutztherapie erzielen?

  • Schmerzabnahme
  • Besserung der Gelenkfunktion
  • Verbesserte Belastbarkeit

 

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Behandlung nicht.